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Der Wunsch Kunst zu vervielfältigen, faszinierte
die großen Meister vom 16.Jahrhundert bis zur Moderne.
Mit dem Tiefdruckverfahren "Radierung" verbinden
wir Namen wie Rembrandt, Goya, Dürer, Rubens und Picasso.
Heute im Zeitalter der Massendrucksachen und digitaler Medien,
ist die Radierung, neben der Lithographie, die miestverwendete
Technik zur Herstellung hochwertiger Druckgrafik.
Das Verfahren
Die Kaltnadelradierung und die Ätzradierung
sind die beiden Grundformen der Radiertechnik.
Bei der Kaltnadelradierung wird das zu druckende Motiv allein mit mechanischer
Kraft und einer Radiernadel seitenverkehrt in die Druckplatte
(meistens Kupfer) hineingekratzt.
Bei der Herstellung einer Ätzradierung wird die Kupferplatte mit einem säurefesten
Lack überzogen. Der Künstler dringt jedoch beim Zeichnen
mit der Spirtze des Werkzeugs nicht direkt in das Metall,
sondern in die säurebeständige Schutzschicht ein.
Die fertige Zeichnung schimmert metallisch, und ist deutlich
sichtbar. Taucht man die so behandelte Platte in ein Ätzbad
ein, wird das von den gezeichneten Strichen freigelegte
Metall von der Säure aufgelöst. Es entstehen Vertiefungen,
die der Zeichnung entsprechen.
Nach dem Ätzvorgang werden alle Rückstände von Säure und
Lack von der Druckform entfernt.
Die Druckplatte wird für jeden Druck wird für jeden einzelnen
Druck mit Kupferdruckfarbe so lange eingewalzt, bis alle
Vertiefungen mit Farbe gefüllt sind.
Nach dem Einfärbwen wird die auf der blanken Metalloberfläche
verteilte Farbe mit einem Bausch grober Gaze wieder abgerieben,
nur die Vertiefungen in der Druckplatte bleiben mit Drckfarbe
behaftet.
Die so behandelte Platte wird auf den Drcktisch gelegt,
mit feuchtem Büttenpapier, sowie zur besseren Druckverteilung
mit zwei Filzdecken bedeckt und unter einem Druck von
ca. 16 t durch die Walze gedreht.
Anschließend wird das noch feuchte Papier vorsichtig von
der Druckplatte gelöst, und man erkennt ein perfektes
Spiegelbild der radierten Zeichnung. Der fertige Abzug
wird nun einige Tage getrocknet und leicht gepreßt.
Um eine weitere Radierung zu erhalten, muß die Druckplatte
neu eingefärbt werden.
Im letzten Arbeitsgang wird die Radierung
signiert und, wenn gewünscht, auch handkoloriert.
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